Gaming CPU Vergleich

Gaming CPU/PROZESSOR Vergleich – Großer Ratgeber

Die 6 besten Gaming Cpu´s / Prozessoren im Vergleich

Intel i7-4790K Core Prozessor AMD FX 6300 Hexa-Core Prozessor AMD FX 4300 Quad-Core Prozessor Intel BX80662I56600K Core i5-6600K Intel Core i7-6700K Prozessor AMD FD8350FRHKBOX Black Edition Vishera 8 Core CPU
Produktbild
Preis 352,54474,59 € 94,09 68,00 237,94325,10 € 339,99419,99 € 139,10
Chipsatz
Caching

8M Cache

14M Cache

8M Cache

6M Cache

8M Cache

8M Cache

Taktfrequenz

4.00 GHz | Max. Turbo 4.4 GHz

3,5 GHz

3,8 GHz

3,5 GHz | Max. 3,90 GHz

4.00 GHz | Turbo: 4.20GHz

4.0GHz | Turbo 4.2GHz

Anzahl Kerne

4 Kerne

6 Kerne

4 Kerne

4 Kerne

4 Kerne

8 Kerne

Sockel 1150 CPU Socket AM3+ Socket AM3+ S1151 LGA1151 Socket AM3+
Vorteile 4.4GHz Turbo
1250MHz GPU
Intel Turbo Boost Technology 2.0
Built-in Security
6x 3,5 GHz Kerntakt
6 MB Level-2-Cache
8 MB Level-3-Cache
TurboCore bis 4,1 GHz
8MB Cache
Top Preis Leistung
4 Kerne

Intel® HD Graphics 530
6M Cache, up to 3.90 GHz
Übertaktbar (bis zu 4.5 GHz)
Geringe Wärmeentwicklung
8MB Intel Smart Cache
Turbo: 4.20GHz
Intel HD Graphics 530
Intel HT-Technologie
Turbo 4.2GHz
8MB L3 Cache
8 Kerne
AMD FX 8350 Black Edition
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Der Gaming CPU Ratgeber


Das wichtigste im Überblick:

Intel Prozessor oder AMD CPU ist nicht die Frage, wenn es um den Kauf geht. Entscheidend sind die Leistung und der Preis, den man dafür bereit ist zu zahlen. Im Hochleistungssegment ist Intel sehr stark vertreten, lässt sich diese Leistung aber auch bezahlen. In der gehobenen Mittelklasse und darunter ist AMD preislich und leistungsmäßig gesehen eine gute Wahl.
Der Prozessor allein macht nicht alles aus. Zu einer guten CPU gehören eine gute Grafikkarte, ein gutes Board und reichlich schneller RAM. Ist eine dieser Kategorien unterbesetzt, kann sie den Leistungsvorteil einer schnellen CPU locker zunichte machen.
Mehr Kerne heißt nicht mehr Leistung. Deshalb sollte man vor dem Kauf die Spezifikationen der Prozessoren genau recherchieren. CPU Bestenlisten im Internet und in Magazinen geben ausführlich Auskunft über Stärken und Schwächen von CPUs. Auf diese Art und Weise kann man locker ein paar Fünfziger sparen und hat dennoch nahezu die gleiche Leistung.

Ratgeber CPUs

Ohne CPU kein Computer, ganz einfach. Die ganze sagenhafte Peripherie, die Chipsätze, die Grafikkarten, die ganzen Mainboards – ohne den Chef kommt aus all diesen hochkomplexen Bauteilen kein Mucks. CPU steht für Central Processing Unit, auf Deutsch: Zentrale Verarbeitungseinheit. Der Begriff „Einheit“ deutet bereits an, dass die CPU, also der Hauptprozessor, ein Gebilde ist, das mehrere Bauteile vereint. Und so bietet es sich an, einen kurzen Blick auf die Geschichte dieses Bauteils zu werfen, das für die Arbeit des Rechners so wichtig ist wie der Motor für ein Auto.

Anzahl der Transistoren historisch wichtiger CPU:
Intel 8086: ➔ 29.000
Intel 80286: ➔ 134.000
Intel 80386: ➔ 275.000
Intel 80486: ➔ 1.200.000
Intel Pentium: ➔ 3.100.000
AMD K6: ➔ 8.800.000
AMD K7: ➔ 22.000.000
Intel Pentium 4: ➔ 42.000.000
AMD Kaveri: ➔ 2.410.000.000
Intel E5-2699 v3: ➔ 5.570.000.000
Wie funktioniert ein Prozessor?

Was ist ein Prozessor?

Geschichte der Prozessoren

„Ein Computer ist ein Vollidiot mit einer fantastischen Begabung zum Rechnen“. Das gilt erst recht für die CPU. Ob nun Bilder bearbeitet werden, Musik komprimiert oder Texte geschrieben werden – für die CPU sind das alles nur Rechenbefehle. Auch der beste Prozessor kennt keine Zwischentöne, kein Grau, sondern nur schwarz und weiß und Ja und Nein. Oder um es korrekt zu formulieren: 0 und 1.
Eine CPU ist eine Ansammlung von Schaltern auf kleinstem Raum. Schalter kennen kein „Vielleicht“ oder „Eventuell“. Genau dieses Funktionsprinzip begleitet Computer vom ersten Tag ihrer Existenz an. Waren es zuerst Relais, die diese Schalterfunktionen übernahmen, so wurden diese später von Röhren abgelöst und diese wiederum von Transistoren, was jeweils den Platzbedarf verkleinerte. Und dann schließlich kam man auf die Idee, eine Unmenge von Transistoren auf kleinstem Raum zusammenzufassen, als integrierte Schaltkreise, so genannte ICs (integrated circuits). Die CPU war geboren. Allerdings, ohne dass es irgendjemanden sonderlich beeindruckt hätte. „Nett, aber wozu ist das gut?“, soll angeblich ein Ingenieur von IBM beim Anblick einer der ersten CPUs gesagt haben. Erst als der Intel 4004 1971 in Serie ging, begann das Zeitalter der hochintegrierten Rechenknechte. Eine fulminante Entwicklung: Hatte der Intel Prozessor 4004 noch überschaubare 2300 Transistoren, so haben heutige Spitzen-CPUs mehr als das Zweimillionen-Fache. An so etwas wie einen Gaming Prozessor dachte damals noch niemand.
Und noch etwas gehört zur Geschichte der CPUs: Die Rivalität zwischen Intel und AMD. Intel war von Anfang an dabei, definierte Standards, produzierte Spitzenprozessoren. Die einstigen Rivalen IBM, Cyrix, Rise, Motorola und Winchip sind inzwischen längst aus dem Geschäft mit PC-CPUs ausgestiegen. Nur AMD ist immer noch da und hat nach einer langen Durststrecke endlich wieder Marktanteile dazugewinnen können.

 

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So funktioniert ein Prozessor

Ein Prozessor besteht aus einer unvorstellbar großen Anzahl von Schaltungen auf einem Stückchen hochreinem Silizium, das in etwa die Abmessungen eines Fingernagels hat. So viel zum Allgemeinen. Im Speziellen sieht das so aus:

– Register: Die schnellste Speichereinheit im Prozessor. Sie ist direkt mit der eigentlichen Recheneinheit verbunden und hält Daten vor, die schnell benötigt oder ausgelagert werden müssen.

– ALU: Die eigentliche Recheneinheit, die logische Anforderungen abarbeitet, wie etwa Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division oder „Und/Oder“ – Verknüpfungen.

– FPU: Floating Point Unit, die Gleitkommaberechnungen durchführt

– Cache: Schneller Zwischenspeicher, der Daten in größerem Maße für die Berechnungen bereitstellt.

– Datenleitungen: Sie verbinden den Prozessor mit anderen Komponenten auf dem Board, wie etwa den Bridges oder dem Speicher.

– Dazu können auch noch andere Komponenten integriert sein, wie beispielsweise die Grafikberechnung (GPU) oder Multimedia-Funktionen.

Der Prozessor ist der Herr im Haus. Alle zentralen Aufgaben sind seine Mission. Wenn also beispielsweise ein Video umgerechnet wird, dann tritt die CPU in Aktion. Heutige CPUs können aufgrund ihrer Architektur viele Prozesse gleichzeitig abarbeiten. Darüber später mehr, wenn es um verschiedene CPU-Typen geht.

In der Praxis ist ein Prozessor ein flaches Gehäuse mit einer Größe von wenigen Zentimetern, zumeist quadratisch und an der Unterseite entweder mit Beinchen (pin grid array) oder heute fast immer mit Kontaktflächen ausgestattet (land grid array). Wenn die CPU nicht bereits auf dem Board verlötet ist, wird sie in einen Sockel gesetzt. Darüber wird für gewöhnlich der Kühler montiert.

Laptop Prozessoren – die kleinen Brüder
CPUs für Laptops sind denen für Desktops sehr ähnlich. Oftmals ist sogar die komplette Architektur dieselbe. Bis auf einen, entscheidenden Unterschied: Laptops CPUs schalten beispielsweise nicht benötigte Einheiten ab, um Strom zu sparen und kennen mehrere Modi, ihre Leistung zu drosseln. Schließlich müssen sie in Laptops mit einer begrenzten Energiemenge auskommen.
So funktionieren Transistoren und Mikrochips!

Welche Prozessortypen gibt es?

Im PC-Bereich kann man sehr grob drei Typen von Prozessoren unterscheiden. Die Unterschiede ergeben sich aus ihrer Spezialisierung auf bestimmte Einsatzgebiete:

Klassische Desktop-PC-CPUs

Hier geht es darum, bei guter Stromzufuhr und ebenso guter Kühlung ein Maximum an Leistung zur Verfügung zu stellen. Bei einem Desktop muss man sich keine Gedanken darüber machen, wie lange der Akku läuft und ob die Abwärme in das Gehäuse des Laptops oder Tablets ein Loch schmilzt. Diese Prozessoren arbeiten heute fast alle mit vielen Kernen. Das heißt, dass in einem Prozessorgehäuse mehrere CPUs untergebracht sind. Bis zu zehn Kerne findet man in aktuellen CPU-Gehäusen. Der Grund dafür ist, dass man mit der Miniaturisierung der Schaltungen schön langsam am Ende angekommen ist. Noch kleiner als am kleinsten kann man die Leitungen auf den Silizium-Chips nicht mehr machen. Und weil somit dieser Weg zu höherer Leistung erschwert ist, setzt man nun eben mehrere CPUs gleichzeitig ein, um schnelle Business und Gaming Prozessoren zu bauen. Auch das ist eine Möglichkeit, mehr Leistung zu erzielen. Diese Prozessoren gehören untrennbar zu ihren jeweiligen Sockeln auf dem Mainboard. Standard für Intel-Prozessoren ist beispielsweise der Sockel 2011, für AMD-Prozessoren sind es die Sockel AM3+ und FM2+. Die Preisrange reicht von mittel zweistellig bis niedrig vierstellig. Der Preisverfall bei Prozessoren ist enorm: Mit Erscheinen einer neuen Generation verlieren die Vorgänger schlagartig an Wert.

Server CPUs

Wie der Name sagt, sind dies Prozessoren für Server, genau auf diese Anforderungen ausgerichtet. Als Gaming Prozessor sind diese Intel CPUs oder AMD CPUs nicht wirklich geeignet. Ihre Domäne ist beispielsweise das Arbeiten mit Datenbanken und die Gewährleistung schnellen Datendurchflusses.

Mobile CPUs

Bei Tablets, Laptops und auch bei Smartphones geht es darum, möglichst lange Laufzeiten bei geringem Stromverbrauch zu garantieren. Sind Laptop-Prozessoren noch recht ähnlich zu ihren Desktop-Brüdern, so sind die kleinen CPUs fürs Handy und Tablet konstruktiv ganz anders. Auch hier finden sich mehrere Prozessorkerne. Als Gaming Prozessor kommen aber auch diese nicht infrage.

Alle wichtigen Gaming CPU Marken im Überblick:

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AMD und Intel – die Unterschiede

Seit einigen Jahren scheint die Sache klar zu sein. AMD Prozessoren sind preisgünstig aber dafür nicht die Top Gaming Prozessoren, während Intel Prozessoren zwar teuer sind aber dafür Höchstleistung bieten. Wie mit allen verkürzten und schlagwortartigen Bewertungen ist es auch mit dieser. Sie ist zwar nicht falsch – aber auch nicht ganz richtig. Sowohl AMD CPUs als auch Intel CPUs gibt es in fast allen Leistungsklassen. Tatsächlich haben Intel Prozessoren in den aktuellen CPU Bestenlisten momentan klar die Nase vorn. In der Mittelklasse sind AMD Prozessoren das bessere und preisgünstigere Angebot. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn mit der neuen Zen-Architektur hat AMD ein Eisen im Feuer. Die Ergebnisse eines Prozessor Tests könnten die neuen AMD CPUs ganz nach vorne in der CPU Rangliste rücken.

Generalisieren also lässt sich die Frage, on AMD oder Intel Prozessoren die besseren sind, nicht. Der beste Prozessor ist derjenige, der für den Anwender das ideale Preis-/Leistungsverhältnis hat. Der Hardcore-Zocker wird freudig in einen echten Gaming Prozessor investieren, während es dem Gelegenheitsspieler egal ist, ob seine CPU ein ausgewiesener Gaming Prozessor ist und in der Prozessor Bestenliste ganz oben steht.

AMD vs. Intel ist ohnehin ein Glaubenskrieg, der oft wenig mit den tatsächlichen Leistungswerten zu tun hat. PC Prozessoren bauen können beide. Und die CPU Bestenliste gibt nicht immer Aufschluss über das, was der Anwender wirklich benötigt. Im Folgenden eine Aufstellung, welche die Vorteile beider Hersteller vergleicht und die Frage Intel oder AMD ein wenig vereinfacht. Alle Aussagen gelten nur tendenziell und sind nicht absolut zu verstehen.


VORTEILE AMD
  • mehr Leistung für den Preis
  • weniger verschiedene Sockel, deshalb einfachere Upgrades
  • gute Overclocking-Möglichkeiten auch bei den Mainboards vorgesehen
  • einfacher zu kühlen
NACHTEILE AMD
  • keine absoluten Spitzen – CPUs (bisher)
  • ineffizientere Kerne, weniger Leistung trotz mehrerer Kerne

VORTEILE INTEL
  • absolute Spitzenprozessoren
  • effiziente Architektur durch Hyperthreading
  • Overclocking möglich
NACHTEILE INTEL
  • häufige Sockel-Wechsel, deshalb schwierigere Upgrades
  • hoher Preis
  • tendenziell höhere Wärmeentwicklung

Intel und AMD – seid Jahrzehnten Rivalen
Zuerst war Intel mit seinen CPUs fast alleine auf weiter Flur. Der 4004 war ein exklusives Intel Produkt. Über Jahre hinaus gab Intel buchstäblich den Takt an. Nur vereinzelt konnten sich Konkurrenten bei den 80386 und den 80486 Prozessoren halbwegs behaupten, so wie Cyrix oder eben AMD. Mit der Einführung der Pentium Prozessoren und des Sockels 7 (1995) war plötzlich alles anders. Überall drängelten sich Chiphersteller und stellten CPUs für diesen Sockel vor. Und auf einmal war AMD mit den KIII-Prozessoren ein ernster Rivale. Intel stellte kurzerhand einen neuen Sockel vor, den Slot 1 (1997) und AMD konterte mit dem Slot A (1999) und den Athlon Prozessoren. Zu dieser Zeit hatte AMD die weitaus leistungsfähigeren CPUs. Zudem durchbrach man als erster Hersteller die Gigahertz-Grenze. Innerhalb einiger Jahre allerdings stellte Intel seine vorige Dominanz wieder her.
Zusammenfassung: Wer ist besser?

CPU kaufen. Was ist wichtig?

Es gibt zwei Szenarien: Den Kauf einer einzelnen CPU oder den Kauf der CPU im Komplettpaket. In beiden Fällen ergeben sich für den Käufer andere Gesichtspunkte und Gewichtungen. Einfach ist die Wahl nicht, denn alleine Intel CPUs gibt es derzeit in etwa 100 Varianten. Auch bei AMD Prozessoren ist die Auswahl groß.

CPU einzeln kaufen

Ob man sich nun seinen Wunsch-Rechner zusammenstellt oder einfach nur den Prozessor upgraden möchte – in beiden Fällen greift man zum einzelnen Prozessor. Bei einer neuen Zusammenstellung muss man nicht allzu viel beachten und hat die Wahl. In diesem Fall kann man sich seine CPU frei nach den gewünschten Kriterien aussuchen. Sei dies nun nach CPU Bestenliste oder Geldbeutel. Nicht immer muss die teuerste CPU der bessere Kauf sein. Ob es nun ein i7 Prozessor von Intel oder ein FX von AMD wird, lässt sich anhand der Tabelle im vorigen Kapitel gut entscheiden. In Einzelfall sollte man sich Prozessor Vergleiche im Internet ansehen. Oft ist es nämlich so, dass der vermeintlich schwächere Prozessor im Zusammenspiel mit einer guten Grafikkarte kaum Nachteile bringt. Nicht immer ist theoretische Höchstleistung identisch mit praktischer Spitzenleistung. Also von vorneherein auch an die Anschaffung einer passenden Grafikkarte denken.
Ein weiterer Punkt ist das Mainboard. Der beste Prozessor hilft nichts, wenn er auf einem langsamen Board arbeiten muss. Prozessorvergleiche werden mit Referenzboards durchgeführt. Entscheidet man sich an Stelle eines Boards der renommierten Hersteller ASUS, Gigabyte, MSI oder der anderen Großen für ein Board von El Cheapo, kann es sein, dass selbst der beste Prozessor so schnell läuft wie eine Wanderdüne. Guter, schneller Speicher ist sowieso eine unbedingte Voraussetzung für einen leistungsfähigen PC. Ein Gaming Prozessor braucht die richtige Peripherie, um loslegen zu können. Ansonsten ist es eine recht reizvolle Aufgabe, einen Rechner um den Prozessor herum aufzubauen.

CPU im System kaufen

Hier wird man vor vollendete Tatsachen gestellt. Das muss nicht schlecht sein, denn oft gibt es sehr gute Komplettangebote. Besonders reizvoll sind ausbaufähige Schnäppchen. Es gibt Komplett-PCs mit sehr guter CPU, die deswegen günstig sind, weil HDD und Speicherausbau ein wenig schmächtig geraten sind. Dem lässt sich durch Aufrüsten abhelfen, wenn man ein wenig handwerkliches Geschick mitbringt.
Aber hier muss der Blick auf die verbauten Komponenten erbarmungslos und scharf sein. Wenn das Board keine Möglichkeit zur sinnvollen Aufrüstung bietet, weil der Sockel darauf noch aus der Jungsteinzeit stammt, dann: Finger weg! Die Faustregel ist, dass man zu wenig immer korrigieren kann. Zu schlecht nicht. Wenn man allerdings nur ab und an spielen will, dann muss es kein i7 Prozessor von Intel sein. Überhaupt ist dann die Frage Intel oder AMD nicht so entscheidend. Denn Business-Anwendungen können beide gut. Und für gelegentliche Spiele ist ein kleinerer i5 oder FX immer noch gut genug. In der Mittelklasse ist die Entscheidung für den besten Prozessor nicht abhängig von der Frage Intel oder AMD sondern von den anderen Features des Rechners.
Nicht blenden lassen sollte man sich von Grafikeinheiten, die in der CPU integriert sind. Die AMD Kaveri Modelle gibt es zwar mit integrierter Grafik, die auch deutlich schneller ist als die bei Intel CPUs. Für schnelle DX 11 Spiele reichen beide trotzdem nicht aus.


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Prozessortakt
Die Taktzahlen für CPUs bestimmen, in welchem Tempo Aufgaben abgearbeitet werden können. Man kann sich das so vorstellen wie bei den Ruderern auf einer Galeere: Pro Hammerschlag des Taktgebers erfolgt ein Ruderschlag der Ruderer. Das Mainboard gibt den Grundtakt vor, der in der CPU (früher auch außerhalb auf dem Board) multipliziert wird. Erhöht man den Grundtakt, erhöht sich zwangsweise auch der effektive Prozessortakt. Übertakter machen sich dies oft zunutze. Als alleinige Aussage über die Leistung ist diese Zahl wertlos, da Leistung in großem Umfang von der Architektur der CPU bestimmt wird. Da die Taktraten bei modernen CPUs nur noch schwer zu steigern sind, ist man dazu übergegangen, zur Leistungserhöhung mehrere Kerne auf einen Chip zu setzen.
Hier nochmal eine Erkklärung zur Taktfrequenz:

Den richtigen Rechner zusammenstellen

Man nehme einen Gaming Prozessor, der im Prozessorvergleich gut abgeschnitten hat und deswegen in der CPU Bestenliste ganz oben steht und schnalle ihn auf irgendein Mainboard. Und ab geht die Luzie. Nein! So wird das nichts. Erst im Zusammenspiel aller Komponenten wird da ein guter Gaming PC draus. Worauf muss man achten?

Sockel

Der aktuelle Sockel für Intel CPUs heißt 2011 und liegt inzwischen in der dritten Revision vor. Wie lange die Prozessoren des Herstellers noch auf diesen Sockel zugeschnitten sein werden, lässt sich aus der Vergangenheit beantworten: nicht allzu lange. Wer sich für Intel entscheidet, bekommt zwar maximale Leistung aber nicht unbedingt die Möglichkeit, lange upgraden zu können. Bedient werden aber auch noch die Sockel 1150 und 1151.
Auch AMD wird wohl demnächst einen Schnitt vollziehen und einen neuen Sockel einführen. Aber immer noch bedient man dort auch die Sockel AM3+ und FX. Und für den FX-Sockel beispielsweise mit dem AMD Prozessor FX 6300, einer CPU für knapp 100 Euro, die sogar gut für Spiele geeignet ist. Was die Sockel angeht, ist AMD etwas kontinuierlicher als der große Rivale Intel. Das sollte man in seine Kalkulation einbeziehen.
Grafikkarte
Nicht die Prozessor Bestenliste alleine entscheidet, ob man mit dem Gaming Prozessor auch vernünftig spielen kann. Erst im Zusammenspiel mit einer potenten Grafikkarte ergibt das ein gutes Team, denn diese nimmt der CPU viel Arbeit ab. Ein AMD Prozessor der Mittelklasse mit einer guten Grafikkarte kann für Spiele besser geeignet sein als ein Intel CPU Bolide, der mit einer langsamen Grafikkarte zusammenarbeiten muss. Außerdem schadet viel Speicher auf der Grafikkarte nicht im Geringsten.

Mainboard

Wenn man gerne ein wenig mehr Leistung möchte, dann kann man versuchen, die CPU zu übertakten. Dies geschieht immer auf eigenes Risiko und die Chance, dass man seltsame Fehler produziert oder sogar die CPU ins Jenseits schickt, besteht. Zumeist ist der Leistungsgewinn nicht so groß, dass eine langsame CPU nun plötzlich in der CPU Rangliste ganz oben stehen würde, wie die meisten Prozessor Tests im Anschluss beweisen – aber maßvolles Übertakten kann man versuchen. Dazu aber muss das Board mitspielen. Bei einem AMD Prozessor hat man gute Chancen, dass man ein paar Erfolge erzielt. Intel Prozessoren sind zwar auch übertaktbar (bei einigen sogar explizit eingebaut) aber Intel lässt sich dieses Feature gut bezahlen.

RAM

Ganz klar, so viel wie möglich, so gut wie möglich und so schnell wie möglich. 8 GB DDR3 ist das Mindeste. 32 GB DDR4 sind deutlich besser. Vorzuziehen ist DDR4, wenn man hervorragende Leistung sucht. Und dann sollte man noch ein Augenmerk auf Latenz und Taktung haben. Viel RAM heißt, dass weniger Daten auf die langsame Festplatte geschoben werden. Das beschleunigt enorm.

 

 

Weswegen immer neue Sockel?
Speziell bei Intel Prozessoren ist es auffällig, dass in schneller Folge neue Sockel kommen, die mit den vorherigen Prozessoren nicht mehr kompatibel sind. Der Grund dafür ist zumeist eine veränderte Prozessorarchitektur. Mehr Datenleitungen, mehr Stromversorgungen und eventuell eine andere Anbindung ans Board, weil möglicherweise andere, zusätzliche Komponenten auf dem Prozessor (etwa eine Grafikeinheit) andere Anschlüsse verlangen. Möglicherweise spielen aber auch, wie böse Zungen sagen, wirtschaftliche Überlegungen mit, denn mit einem neuen Sockel benötigt man auch neue Prozessoren, zumal die neuen Sockel meist für die leistungsstarken Modelle reserviert sind.
Geschichte der Sockel für AMD-Prozessoren:

Kühlung

Hier gibt es keine Kompromisse. Hohe Leistung bringt viel Abwärme. Bei Intel Prozessoren latent noch mehr als bei AMD CPUs. Hier bieten sich Heatpipe-Systeme an oder sogar Wasserkühlung, wenn das System lange stabil und kühl laufen soll. Dass das nicht immer ohne Geräuschbelästigung geht, ist klar. Vor allem Kühler, die keines der beiden obigen Systeme benutzen, sondern lediglich aus einem Kühlkörper und Lüfter bestehen, sind oft richtige Krawallbrüder. Egal wie, die Abwärme muss weg. Und wenn man Glück hat, verschwindet das Lüfterrauschen hinter dem Schlachtenlärm des Spiels.
Die restlichen Komponenten sind für die Leistung der CPU nicht so wichtig. Aber an den oben genannten sollte man nicht sparen, denn jeder PC Prozessor braucht für seine Arbeit optimale Bedingungen, will man auch ein optimales Ergebnis erreichen.

Prozessoren im Vergleich

CPU Ranglisten und Prozessor Bestenlisten findet man nicht bei der Stiftung Warentest. Das hat seinen Grund, denn erstens einmal lässt sich die Antwort, welches der beste Prozessor ist, nur fallweise entscheiden. Und dann macht es die Fülle von PC Prozessoren, die ständig neu auf den Markt kommen unmöglich, Testergebnisse zu erzielen, die länger als bis übermorgen ihre Gültigkeit behalten. Deshalb muss man sich auf der Suche nach CPU Bestenlisten und Prozessor Tests an die Spezialisten halten. Und das sind in erster Linie die Computermagazine, ob nun auf Papier oder online.
Hier werden AMD Prozessoren und Intel CPUs auf Herz und Nieren getestet. Und hier findet man immer brandaktuelle Rankings und übersichtliche Tabellen der Prozessor Tests. Die Seriosität der Prozessorvergleiche kann man daran erkennen, dass die Teilergebnisse einzeln und mit vergleichbaren Zahlenwerten aufgeführt sind. Die sich daraus ergebenden Benchmarks sind vergleichbar und nachvollziehbar. Vorsicht ist geboten, wenn beispielsweise bei einigen Seiten oder Magazinen plötzlich ein Intel i7 nur im Mittelfeld der CPU Rangliste landet. Dann sind Zweifel an der Kompetenz der Tester angebracht.


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CPU – Fragen und Antworten

Wie heiß darf ein Prozessor im Betrieb werden?

Etwa 100 Grad ist in etwa das Maximum, egal ob AMD Prozessor oder Intel. Aber dann steht die CPU bereits kurz vor ihrem Ableben. Moderne CPUs haben aber oft Schutzmechanismen gegen Überhitzung und schalten dann ab. Trotzdem sollte man das Schicksal nicht herausfordern und den teuren Mikroprozessor gewaltsam überhitzen. Je kühler er läuft, desto besser und störungsfreier wird der Betrieb sein. Der Aufwand dafür ist zwar bei starken CPUs groß – aber unabdingbar. Optimal wären Temperaturen im Bereich um die 60 Grad. Das wird sich aber kaum darstellen lassen, denn selbst bei Business-Anwendungen klettert das Thermometer manchmal in den 80 Grad Bereich. Aber deutlichst unter 100 Grad sollten es sein.

Wie funktionieren Benchmarks?
Prozessorvergleiche im Testlabor der Computerzeitschriften sehen so aus: Zuerst wird für die CPUs ein Referenzboard gewählt, auf das jeweils alle Prozessoren mit dem gleichen Sockel gesetzt werden. Anschließend lässt der Tester eine Testsuite durchlaufen, die bestimmte Aufgaben enthält. Das können Aufgaben aus dem Office-Bereich aber auch Teile von Spielen sein oder komplexe Videoberechnungen. Ein wichtiger Faktor für den Prozessor Test ist das Tempo, in dem die CPU/Board-Kombination diese Aufgaben abarbeitet. Je schneller, desto mehr Punkte, desto höher das Ranking in der CPU Rangliste. Zudem lassen sich so Stärken und Schwächen von CPUs feststellen, beispielsweise, was die Lastverteilung zwischen den Prozessorkernen angeht.

Sind AMD CPUs und Intel Prozessoren kompatibel?

Softwareseitig ja. Windows, Linux und alle zugehörigen Anwendungen laufen mit allen gängigen CPUs von AMD oder Intel. Hardwareseitig nein. Es gibt keine Intel CPU, die auf einem AMD-Sockel laufen würde und keinen AMD Prozessor für Intel Sockel. Und das wird so bleiben. Seit dem Sockel 7 ist die Zeit der Gemeinsamkeiten vorbei. Prozessorvergleiche beziehen sich immer auf die spezielle Peripherie der CPUs. Es gibt kein gemeinsames Board für den Test von Intel Prozessoren und denen von AMD.

Bestimmt die CPU das Tempo des Rechners?

Ja und nein. Bei grafikintensiven Anwendungen, wie etwa Spielen, arbeiten Prozessor und GPU Hand in Hand. Bei anderen Anwendungen ist die CPU von größerem Gewicht. Allerdings kann auch die schnellste CPU mit 4 GB RAM keine Wunder vollbringen. Leistung ergibt sich aus dem Zusammenspiel aller wichtigen Komponenten.

Reicht die integrierte Grafikfunktion der Prozessoren zum Spielen?

Ausreichen ist ein relativer Begriff. Für einfache Spiele eventuell gerade noch. Wobei hier AMD die Nase ganz klar vorne hat. Kein Wunder, stellt man doch dort auch Grafikkarten her. Die Leistungen der Intel Grafik hingegen sind schon seit dem damaligen i740 Grafik-Chipsatz eher überschaubar. Wunder darf man sich von beiden nicht erwarten. Steht man bei integrierter Grafik vor der Frage AMD oder Intel, wird man sich für eine AMD CPU entscheiden.

Warum ist der Preisverfall bei Prozessoren so hoch?

Das hat zwei Gründe. Zuerst einmal erscheinen in sehr kurzen Abständen immer wieder neue, bessere CPUs. Damit werden die älteren Intel Prozessoren und AMD CPUs zu Ladenhütern. Der andere Grund ist der: Zu Beginn einer neuen Prozessorgeneration ist die Fertigung zumeist noch nicht so effizient wie später. Die komplexeren Layouts werden mit mehr Ausschuss produziert. Später, wenn die Produktion eingelaufen und optimiert ist, ist die Ausbeute an funktionsfähigen Chips pro Silizium-Wafer größer. Das erlaubt kräftige Preissenkungen.