veröffentlicht am 5. April 2016 in Hardware von

Nicht kleckern, klotzen – Arbeitsspeicher kaufen

RAM ist durch nichts zu ersetzen – außer durch noch mehr RAM. Will man Arbeitsspeicher kaufen, dann kann man bei den gegenwärtigen Preisen ins Volle gehen. Der Rechner, speziell der Spielerechner, wird es durch schnelle Performance danken. Wenn man den richtigen Speicher kauft.

Mehr ist besser

Arbeitet beim PC ständig die Festplatte und hakt der Datennachschub beim Spielen oder bei großen Grafikberechnungen, dann ist die Lösung des Problems ganz einfach: Arbeitsspeicher kaufen. Ein Mehr an RAM sorgt dafür, dass der Rechner nicht ständig Daten auf die langsame Festplatte auslagern muss, wo er sie nur mit Zeitverlust wieder abrufen kann. Eine effiziente und leichte Art, die Performance zu steigern. 8 GB sind in etwa das Minimum, wenn man einen halbwegs schnellen PC haben will. 16 oder 32 GB können viele Anwendungen extrem beschleunigen. Zumal man auch noch das Betriebssystem durch gezielte Einstellungen – beispielsweise an der Auslagerungsdatei – optimieren kann. Hat man extrem viel Arbeitsspeicher, lohnt es sich sogar, über eine Ramdisk nachzudenken: eine virtuelle Festplatte, die viel schneller ist als jede SSD. Aber auch bei jedem Ausschalten die Daten verliert.

Zahlenspiel: 3 oder 4

Bei Aufrüstungen wird man für gewöhnlich DDR3 oder DDR4 Arbeitsspeicher kaufen. Alle anderen Typen sind Geschichte. DDR3 ist noch häufig anzutreffen, aber langsam schickt sich DDR4 an, zum neuen Standard zu werden. Sich in dem Wirrwarr von Bezeichnungen zurecht zu finden, welche das Tempo des Speichers kennzeichnen, ist nicht ganz leicht.
Zur Klärung: Angaben wie DDR3 1600 bezeichnen den effektiven Speichertakt des verbauten Chips. Je höher, desto schneller ist der Speicher und desto mehr Daten kann er in gleicher Zeit übertragen. Bei DDR3 1600 sind das pro Channel theoretisch 12,8 GB pro Sekunde. Angeboten wird dieser Speicher bis zu DDR3 3000. Soll man also den schnellsten Arbeitsspeicher kaufen, der verfügbar ist?
Nicht unbedingt, denn die Preise steigen mit der Datenrate. Und dann sollte man auch noch auf die Latenzzeiten achten. Das sind Zahlen wie CL9 oder CL11, die angeben, wie schnell auf Daten aus dem Speicher zugegriffen werden kann. Je niedriger, desto schneller der Zugriff. Will man Arbeitsspeicher kaufen, sollte man diese zwei Kennzahlen für Transferrate und Zugriffszeit immer im Auge haben. Im Zweifelsfall gilt: Transferrate hat Vorrang vor Latenz. Gegebenenfalls also eher einen Arbeitsspeicher kaufen, der die Daten schnell verschickt, aber dafür ein wenig länger herumkramen muss, bis er sie gefunden hat. Beispielsweise DDR3 2133 CL11 statt DDR3 1866 CL10. Als guter Kompromiss von Preis und Leistung bietet sich bei DDR3 für Spieler ein Speichertakt von 2133 an. Sinnvoll ist außerdem ein (mindestens) Dual-Channel-Betrieb der Speicherriegel, wenn Bord und Speichermodule dies unterstützen. Zwar wird keine echte Verdopplung der Datenrate zustande kommen, aber immerhin eine merkbare Beschleunigung, die daher rührt, dass auf beide Speichermodule gleichzeitig zugegriffen werden kann. Daher gilt: besser ein Speicher-Kit, also zwei Module mit 16 GB als eines mit 32 GB.
Dasselbe gilt sinngemäß für DDR4. Hier sind die Transferraten deutlich höher, Stabilität und Stromverbrauch sind zudem niedriger. Hat man ein neues Board, dann wird man ohnehin DDR4 Arbeitsspeicher kaufen müssen. Die Frage nach der Auswahl stellt sich somit nicht. Preislich sind die Unterschiede zwischen DDR3 und DDR4 fast vernachlässigbar. Hier ist man mit DDR4 2400 normalerweise gut im Rennen. Etwa 15 Prozent Turbo-Zuschlag muss man gegenwärtig rechnen, wenn man DDR4 3200 Arbeitsspeicher kaufen will. Durchaus eine Überlegung wert, zumal sich die Preise weiter angleichen werden. Beachtung verdient auch die Anordnung der Speicherchips auf dem Riegel: Ist der Riegel beidseitig bestückt, dann besitzt er einen Dual-Rank-Aufbau, was die Performance ein wenig steigert. Ein paar Regeln gilt es also zu beachten, will man Arbeitsspeicher kaufen.

Welcher und wo?

Die Optik kann bei einem Gaming PC durchaus wichtig sein. Wichtiger ist allerdings die Qualität, wenn man Arbeitsspeicher kaufen will. „There’s a lot of bad RAM out there“, sagte einst der legendäre Larry Augustine, Gründer von Geeknet. Daran hat sich nichts geändert. Vorsichtig sollte man angesichts von No-Name Superdeals sein, die deutlich unter dem Preis von Markenspeichern liegen. Das kann gut gehen. Aber oft ist der Preis für das Schnäppchen Instabilität oder die Geschwindigkeit bleibt hinter den Erwartungen zurück.
Corsair, Crucial oder Kingston sind Marken, die seit vielen Jahren auf dem Markt sind, einen Ruf zu verlieren haben und deswegen verlässliche Qualität (und manchmal auch interessantes Design) liefern. Und ganz klar kann man natürlich Samsung Arbeitsspeicher kaufen, selbst wenn der nicht immer spektakulär aussieht.
Ganz anders HyperX und G.Skill, die neben ihrer Leistung auch noch optisch bestechen und vor allem leistungshungrige Gamer bedienen. So, wie auch die Riegel mit dem lustigen Namen GeIL. Nicht nur wegen des Namens beliebt, den im Gehäuse sowieso keiner lesen kann. Und wer das ganz Besondere liebt, kann sich über Amazon Arbeitsspeicher kaufen, der mit LEDs beleuchtet ist. Messtechnisch zwar ohne Relevanz – aber gefühlt um mindestens 30 Prozent schneller.


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